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Stellenbörsen - Stellensuche im weltweiten Netz

Für Menschen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz hat sich in den vergangenen Jahren mit den Online-Stellenbörse eine neue Möglichkeit eröffnet. Neben dem Arbeitsamt, Stellenanzeigen in Zeitungen sowie persönlichen Kontakten stellen Online-Stellenbörsen mittlerweile eine gute Alternative zur Stellensuche dar.
Das gilt ganz besonders für Akademiker. Elektronische Stellenbörsen zeichnen sich aufgrund ihrer technischen Möglichkeiten im Idealfall durch einen großen Bestand abrufbarer Stellen, hohe Aktualität sowie eine genaue Charakterisierung der freien Stellen aus. Um die Informationen zu den einzelnen Stellen auch nutzen zu können, bieten die elektronischen Stellenbörsen verschiedene Suchfunktionen. Die Suchfunktionen sind einer der wesentlichen Unterschiede zu herkömmlichen Stellensammlungen.
Auch der überregionale Charakter der Online-Stellenbörsen kommt der Jobsuche von Akademikern entgegen. Denn für deren hochqualifizierte und damit spezialisierte Tätigkeit findet sich ein passendes Angebot oft nur überregional.
Die genannten Kriterien sind im Prinzip der Maßstab, den wir im weiteren an verschiedene Stellenbörsen anlegen werden:
a) Umfang
b) Informationsvielfalt
c) Bedienbarkeit

Verschiedene Arten von Stellenbörsen

Die obengenannten Kriterien eignen sich allerdings nur, um die Generalisten unter den Stellenbörsen zu vergleichen. Im hochspezialisierten Arbeitsmarkt für Akademiker haben sich selbstverständlich ebenso spezialisierte Stellenanbieter im Internet etabliert. Ein Vergleich zwischen diesen Spezialisten macht wenig Sinn, denn ihr Angebot ist im Idealfall einmalig und daher unvergleichbar.

Ganz aus der Reihe fallen Linklisten zu anderen Stellenbörsen. Die wichtigste dieser Listen sei gleich hier genannt:
www.crosswater-systems.com
Hier finden sich praktisch alle Stellenbörsen für den deutschsprachigen Raum – eigenes Stöbern erwünscht!

Stellenbörsen für jobbende Schüler und Studenten fallen ebenfalls aus dem Rahmen. Hier soll nur ein Beispiel genannt werden, weil viele der Nebenstellenbörsen eher ein Schattendasein führen:
www.jobber.de
Gemäß dem obengesagten sind diese Börsen aber nur begrenzt zu empfehlen, denn der überregionale Charakter des Internets macht sich bei der Suche nach doch eher lokal ausgerichteten Hilfsstellen negativ bemerkbar. Wer nach einem Ferienjob als Servierkraft oder Nebenbeschäftigung als Nachhilfelehrer sucht, wird in der Lokalpresse, in seinem Bekanntenkreis oder dem schwarzen Brett der studentischen Arbeitsvermittlung mindestens genauso schnell fündig werden.


Die Stellenbörsen im Vergleich:

www.arbeitsagentur.de

Das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit bietet ohne Zweifel die bei weitem größte Zahl an Stellenangeboten. Die Abwicklung der Stellenvermittlung läuft hier streng nach Gesetz. Das heißt leider nicht, daß sie besonders effektiv wäre. So ist der Link zum Stellenmarkt auf der Seite zwischen sonstigen Informationen kaum zu entdecken. Die Suchfunktionalität war in der Vergangenheit Gegenstand heftiger öffentlicher Kritik. Mittlerweile ist es möglich, nicht nur nach (staatlich anerkannten) Berufen zu suchen, sondern auch nach beliebigen Stichwörtern. Die Suchergebnisse können zudem nach verschiedenen Merkmalen eingeschränkt werden. Bewerber können auch ein eigenes Profil eingeben.
Insgesamt kann man durchaus von einem akzeptablen Angebot sprechen, dessen Service-Funktionen nicht wirklich hinter der privaten Konkurrenz zurückstehen.
Auch wegen der hohen Zahl der Stellen werden normale Bewerber kaum um die Arbeitsagentur herumkommen, insbesondere nicht, wenn sie Leistungen der Bundesagentur beziehen und auf das Angebot verwiesen werden.

www.monster.de

Der seltsame Name und das darauf aufbauende schräge Aussehen täuschen leicht darüber, daß es sich um eines der größten Karriereportale handelt.
Die Zahl der Angebote und die Personalisierungsfunktionen heben es von den anderen privaten Anbietern ab.
Nach eigenen Angaben bietet Monster “hunderttausende von Jobs” (2006).
Die Suchfunktion verfügt über folgende Optionen: Vertragsart, Arbeitszeit, Berufsfelder, Branche, Arbeitsort und eine Beschränkung auf Führungspositionen. Die Volltextsuche schließt sich erst an die anderen Kriterien an. Die Beschreibungen der - zumeist qualifizierten - Stellen sind im allgemeinen ausführlich. Zudem kann man ein Nutzerkonto anlegen.
Dies bietet die Möglichkeit, Lebensläufe und Anschreiben hochzuladen und zu speichern. Sinnvoll auch der Benachrichtigungsassistent per E-Mail für freiwerdende Stellen. Wer noch eine Stelle hat oder im Studiumsabschluß steckt, läßt sich gerne automatisch benachrichtigen, wenn eine passende Stelle frei wird, anstatt selbst Zeit für die Suche aufzuwenden.


jobscout24.de

Jobscout24.de ist Teil eines Netzwerkes, das sich u. a. auch mit Immobilien und Partnervermittlung beschäftigt. Jobscout24 bietet nach eigener Angabe ca. 23000 Stellenangebote (2006).Die Suchfunktion umfaßt Einsatzregion, Tätigkeitsbereich, Branche, Position und anschließend zur Verfeinern der Ergebnisse eine Volltextsuche. Bei Jobscout24 kann man sich nach Anlegen eines Nutzerkontos regelmäßig über offene Stellen benachrichtigen lassen.

www.stepstone.de

Stepstone soll ein Trittstein sein, der sicheren Halt im gefährlichen Gelände der Karriereplanung bietet. Stepstone wirbt mit ca. 21000 freien Stellen im deutschsprachigen Raum und 400 000 in Europa (2006). Die Suche erfolgt über Berufsfelder oder Stichwort. Wer will, kann auch eine Detailsuche nach weiteren Kriterien ausführen. Hinter „My Stepstone“ verbirgt sich ein personalisierter Bereich, in dem man Bewerbungsunterlagen hinterlegen sowie eine automatische Benachrichtigung einrichten kann.

stellenmarkt.de

Stellenmarkt.de ist ein Klassiker unter den Online-Stellenbörsen. Das kommt auch heute noch in der grafischen Darstellung zum Ausdruck.
Die mittlerweile flotte Suchfunktion bietet Zugriff auf eine erhebliche Stellenauswahl.
Die Suche erfolgt über Fachbereich, Branche, Beschäftigungsverhältnis, Zeitpunkt des Angebots, PLZ - Bereich und Stichwort/Volltext gleichzeitig. Die Qualität der Angebote ist z. T. nicht ganz erstklassig, manche Angebote werden offensichtlich mehrfach eingestellt.
Wie auch bei den anderen Jobbörsen enthalten die Angebote i.A. alle notwendigen Informationen. Auch hier gibt es ein Nutzerkonto und über joboter.de die Möglichkeit, sich benachrichtigen zu lassen, wenn gesuchte Stellen hinzukommen.


Interessant sind für Akademiker natürlich Spezialbörsen der unterschiedlichen Fachbereiche.
Bei manchen dieser Jobbörsen ist die Zahl der Stellen allerdings so gering, daß ernsthaft bezweifelt werden muß, ob diese tatsächlich mit der nötigen Professionalität betrieben werden.
Der Vorteil von Spezialbörsen liegt für den Bewerber darin, daß eine nur hier plazierte Anzeige nur von wenigen anderen Bewerbern wahrgenommen wird und so der Konkurrenzdruck niedrig bleibt, wenn auch die fachlichen Anforderungen eher höher sein dürften. Allerdings wäre es sinnlos, hier alle Spezialbörsen aufzulisten. Am besten ist es, man sucht selbst über www.crosswater-systems.com , welche Börse sich für die individuellen Ansprüche eignet.


Die Bewerbung über eine Stellenbörse

Viele der Stellenbörsen geben die Möglichkeit, ein Stellengesuch zu hinterlassen. Dies ist im Internet wie auch in der richtigen Welt mit dem Problem verbunden, daß Leute das Angebot lesen, die das nicht sollen. Für Hochschulabsolventen stellt sich dabei weniger die Frage, daß ein aktueller Arbeitgeber von der Stellensuche erfahren könnte.
Das Problem im Internet besteht eher darin, daß man auf Stellengesuche auch unerwünschte Anfragen von Anbietern wie z. B. unseriösen Stellenmaklern erhält bzw. deren Datenbank einverleibt wird. Auch muß sichergestellt werden, daß eine Bewerbung gelöscht wird, wenn sie nicht mehr notwendig ist. Schließlich möchte man nicht Jahre später mit seinem Anfängerbewerbungsprofil im Netz stehen und schlimmstenfalls sogar über die üblichen Suchmaschinen mit diesem Profil gefunden werden.
Um sich vor solchen Überraschungen zu schützen, sollte man darauf verzichten, seine Daten blindlings bei der jeder Stellenbörse einzutragen. Die großen Anbieter garantieren allerdings für die legale und sichere Behandlung der persönlichen Daten. Eine Datenschutzerklärung gehört bei seriösen Stellenbörsen zu den Selbstverständlichkeiten.

Hier folgen ein paar Tips zu den in Online-Stellenbörsen üblichen Bewerbungsmethoden auf Stellenangebote. Prinzipiell sollte man immer darauf achten, ob die Anbieter eine bestimmte Bewerbungsart bevorzugen.
Der optimale Weg der Bewerbung hängt sowohl von der Stelle als auch von den eigenen Voraussetzungen ab. Bei Führungspositionen und Stellen im kreativen Bereich muß ein Weg gewählt werden, der die eigenen Fähigkeiten hinreichend darstellt. Wer über einen Lebenslauf verfügt, bei dem Standardkriterien wie Zensuren oder Studiendauer besonders gut sind, kann gut eine standardisierte Bewerbung über eine Formular schicken. Andernfalls ist eine individuellere Art der Bewerbung zu bevorzugen, weil man hier besser seine sonstigen Stärken hervorheben kann.

1) Klassische Bewerbung bei einer Adresse, die man in einer Börse gefunden hat.
+ Führungspositionen
+ kleinere Unternehmen,
+ Unternehmen mit einer eher konservativen Geschäftskultur

2) E-Mail Bewerbung
+ wenn ausdrücklich erwüscht
+ junge Unternehmen
+ evtl. um vorzufühlen, wie die Aussichten sind

3) Bewerbung über ein Online Formular
+ Wenn vorhanden, dann auch benutzen, außer es sprechen andere oben genannte Gründe dagegen. In großen Unternehmen werden Bewerbungen manchmal nur auf diesem Wege angenommen bzw. bevorzugt bearbeitet, weil das Personalmanagement rein elektronisch läuft.

Ein wichtiger Hinweis zum Vorgehen bei Bewerbungsformularen:
Formular ausdrucken, komplett lesen, offline Antworten formulieren, dann online nur noch einfüllen und absenden. Das Schreiben in Formularfelder verursacht aufgrund der ungewohnten Schreibumgebung erfahrungsgemäß viele Fehler. Und das ist bei einem Bewerbungsschreiben verheerend. Man kann sogar eine Testbewerbung (natürlich mit anonymen Daten) schicken, damit man ein mehrstufiges Formular bis zum Ende durchtestet, bevor man es mit seinen realen Daten füllt.



Weiterführende Literatur:
1) Svenja Hofert: Stellensuche und Bewerbung im Internet, Humboldt 2005, ISBN 3-89994-912-9 (Das Standardwerk zum Thema, mit sehr detaillierten Bewertungen der Stellenbörsen und Tips für die Bewerbung)