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Studium - die Wahl fällt nicht leicht...

Schon bald beginnen wieder die Abitur-, bzw. Maturaprüfungen – und dann?

Diese Frage stellen sich jedes Jahr viele Schüler, die sich nach dem Wehrdienst für ein Studienfach entscheiden müssen und sich auf das neue Leben vorbereiten wollen.  Die Hochschullandschaft hat sich in den letzten Jahren, bedingt vor allem durch die Bologna-Reform, stark verändert. Im Folgenden wollen wir die Suche nach der richtigen Hochschule und dem richtigen Studienort etwas erleichtern:

Die Wahl der Hochschule stellt sich nicht nur im Hinblick auf das richtige Studienfach und den geeigneten Hochschulort als schwierige Entscheidung dar.  Auch die Art der Hochschule sollte zu den mit dem Studium angestrebten Zielen passen. Eine Auseinandersetzung mit den Unterschieden zwischen den verschiedenen Konzepten ist dazu notwendig.

Während die Universitäten als historische Wiege der akademischen Ausbildung die Vermittlung von theoretischen Inhalten und Methodenkompetenz in den Vordergrund stellen, orientieren sich Fachhochschulen (FH) mehr an den Bedürfnissen der Praxis. Dies zeigt sich beispielsweise an den vorgeschriebenen langen Praxisphasen (rund 12 Monate). Eine noch ausgeprägtere Praxisorientierung bieten die Berufsakademien (BA), an denen sich im Laufe des üblicherweise dreijährigen Studiums je 3-monatige Theorie- und Praxisphasen abwechseln - der Student ist gleichzeitig in einem Ausbildungsbetrieb angestellt, dem er abschnittsweise zur Verfügung steht.

Für einige Studiengänge ist ein Pflichtpraktikum vorgeschrieben, daß teilweise oder sogar vollständig vor Aufnahme des Studiums abgeleistet werden muß.

Ganz am Anfang der akademischen Karriere steht nun die Wahl des richtigen Studienplatzes. Wer einen Überblick über die 15 beliebtesten Studiengänge an bundesdeutschen Hochschulen gewinnen möchte, dem sei die Seite www.unischnuppern.de empfohlen.  Letzten Endes soll die Entscheidung aber durch die Analyse der  eigenen Interessen und Fähigkeiten und weniger an Trends und der Entscheidung anderer zustande kommen. Die Seite bietet einige Videobeispiele zum Alltag an der Universität und grundlegende Informationen zum allgemeinen Ablauf und der nachfolgenden Berufswahl. Zusätzlich können Videos mit Befragungen von Studenten und Professoren eingesehen werden und auch Ausschnitte von ausgesuchten Vorlesungen sind verfügbar.

Wer sich dann für eine Fachrichtung und einen Studiengang entschieden hat, der steht vor dem nächsten Problem: Wie und wo bewerbe ich mich und welche Fristen muß ich beachten?

Dazu schaut man sich am besten auf der Seite der Hochschule, des Fachbereichs oder auf den Seiten der ehemaligen ZVS (www2.zvs.de) –heute Hochschulstart (www.hochschulstart.de)  um und schreibt im Zweifel eine Anfrage an das Studentensekretariat, bevor am Ende eine Frist versäumt wird. Eine Liste von freien, zulassungsbeschränkten Studiengängen ist zwischen März und April auch unter www.freie-studienplaetze.de einzusehen.

Durch die Umwandlung der Magister- und Diplomstudiengänge in Bachelor- und Masterstudiengänge ist das Dickicht noch unübersichtlicher geworden. Bachelorstudiengänge sind in der Regel auf 6 Semester angelegt, in denen sogenannte Credit Points erworben werden müssen. Je nach Aufbau können pro Semester 30 CP erworben werden, dementsprechend 180 im 6-semestrigen Studiengang. Mit Abschluß des Bachelorstudiengangs hat man den ersten berufsqualifizierenden Abschluß erworben. Die Deutsche Burschenschaft rät – nicht nur ihren Mitgliedern - zu dem höherwertigen Masterabschluß, den man entweder direkt im Anschluß, oder aber auch noch später erwerben kann. Die meisten Hochschulen bieten so genannte konsekutive Studiengänge an, „in denen eine Abfolge von aufeinander aufbauenden Studienabschlüssen angestrebt wird“. So knüpft der Masterstudiengang direkt an den Bachelorstudiengang an und baut auf den Inhalten auf. Bei einem nicht konsekutiven Studiengang ist das nicht der Fall. Der größte Fehler der Studienreform ist dabei, daß nicht jedem Bachelorabsolventen ein Masterstudium angeboten wird, trotz vieler Versprechungen, die gemacht wurden. Ein Wechsel der Hochschule kann so für den Erwerb des nächsthöheren akademischen Grades durchaus sinnvoll sein. Informationen zum Bachelor und Master können unter www.bachelor-studium.net abgerufen werden.  Hier werden auch die unterschiedlichen Abschlüsse, wie B.Sc. – B.A. – M.Sc. – M.A. – M.Eng. oder LLM und weitere vorgestellt.

Sobald die Wahl getroffen wurde und der Studienplatz gesichert worden ist, geht es weiter mit der Suche nach der passenden Wohnung. Wer nicht vor Ort am schwarzen Brett nachsehen kann, dem bleiben die bekannten Netzportale oder das Netzangebot der lokalen Zeitung. Noch besser und wesentlich einfacher ist es, sich an eine der örtlichen Burschenschaften zu wenden, die Dir gerne zur Seite stehen. Dabei geht es nicht nur um das eigentliche Wohnen, sondern vielmehr auch um einen Beitritt in einen Lebensbund.

Burschenschaften sind kein Wohnheim, sie sind weitaus mehr. Eine Mitgliedschaft und das Leben auf dem Verbindungshaus haben dabei zahlreiche Vorteile, die Dir sonst niemand bieten kann:

  • Du findest schnell Gleichgesinnte und hast einen neuen Freundeskreis von Anfang an, der Dir bundesbrüderlich und kameradschaftlich zur Seite steht
  • Du kannst auf das Wissen Deiner Bundesbrüder zurückgreifen und kostenlos an Lerngruppen teilnehmen
  • Durch das Verbindungshaus bist Du nicht auf überfüllte Bibliotheken oder Lernsäle angewiesen und hast ausreichend Platz Dich mit Deinen Kommilitonen zu treffen
  • Du wirst Teil einer Gemeinschaft, die weit über das Studium hinaus miteinander verbunden bleibt
  • Du Profitierst von den Alten Herren, die Dir bei der Suche nach Praktikumsplätzen oder einer späteren Bewerbung hilfreich zur Seite stehen
  • Du profitierst von Vorträgen und Seminaren
  • Durch die Übernahme von Verantwortung gewinnst Du das was andere in Seminaren als „Softskills“ vermittelt bekommen und bist in Deiner Persönlichkeit weit voraus

Geh Doch einfach mal vorbei und schau Dir die Burschenschaften an dem Hochschulort Deiner Wahl an. Als Schüler kannst Du bereits die ersten Kontakte knüpfen, an einem Wochenende die Stadt kennenlernen, oder unter der Woche einmal eine Vorlesung besuchen und den Hochschulalltag selber kennenlernen. Schau Dir doch einfach die Netzpräsenzen der Burschenschaften vor Ort gründlich durch und nimm Kontakt auf. Viele Bünde bieten auch für Dich und Deine Mitschüler sogenannte Gästewochenenden an, wo die Gelegenheit besteht Burschenschaft und Hochschule kennenzulernen.

Letzten Endes reicht es nicht aus, sich den Studiengang und –Ort im Netz auszusuchen, es wird Deine Zukunft wesentlich mitgestalten. Der beste Eindruck entsteht immer noch vor Ort!

Studenten im Hörsaal