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Uni, FH oder BA?

von Carsten Trapp

Endlich geschafft! Kaum hat mein sein Abiturzeugnis in der Hand und wird vom Rektor mit den besten Wünschen für viel Erfolg auf dem weiteren Bildungs- und Lebensweg aus der Schule entlassen, wartet die nächste Herausforderung: Die Planung des nächsten Lebensabschnittes. Während 12 bzw. 13 Jahre die Schule diesen Weg vorgab, liegt es jetzt in der eigenen Hand den beruflichen Werdegang zu gestalten. Dabei gibt es viele Optionen.
Ein Studium soll es schon sein, aber was oder wo ist noch vollkommen unklar. Dabei macht es Sinn, sich frühzeitig mit der Studienplanung auseinanderzusetzen, um alle Alternativen in Betracht zu ziehen und die optimale Studienwahl individuell zu treffen.
Um bei diesen schwierigen Fragen zu helfen, haben wir eine Auswahl der wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Schon bei der Auswahl der Einrichtung, an der man sein Studium absolvieren will gibt es verschiedene Möglichkeiten. Doch welche passt am besten zu mir? Wichtig ist, dass man seine eigenen Neigungen, Interessen und Fähigkeiten kennt und sich Gedanken über seine beruflichen Ziele macht. Der folgende Überblick über den Unterschied zwischen BA, FH und Uni soll bei der Entscheidung helfen.

BA (Berufsakademie):

Ein Studium an der Berufsakademie ist nach dem „Dualen Prinzip“ aufgebaut, bei dem ein wissenschaftliches Studium mit der praktischen Anwendung in einem Unternehmen verknüpft wird. Um den Studierenden für den Beruf zu qualifizieren, findet ein regelmäßiger Wechsel zwischen Theoriephasen an einer staatlichen Akademie und berufspraktischer Phasen in einem selbst gewähltem Unternehmen statt. Durch diese enge Verknüpfung von Theorie und Praxis ist das Studium sehr vielfältig und abwechslungsreich.
Ein weiterer Pluspunkt ist die überschaubare Gruppenstärke an den Akademien. Somit ist eine intensive Betreuung der Studierenden und damit ein optimale Wissensvermittlung garantiert.
Das Unternehmen, das Du Dir vor Beginn Deines Studiums suchen solltest, sorgt während der dreijährigen Ausbildung für Deine finanzielle Absicherung.
Nach Abschluss des Studiums kann im Allgemeinen mit einem sicheren Arbeitsplatz gerechnet werden. Die Karriereaussichten hängen stark vom individuellen Einsatz und späterem Engagement ab.
Weitere Informationen unter:

FH (Fachhochschule) und PH (Pädagogische Hochschule):

Das Studium an einer Fachhochschule stellt eine wissenschaftliche, berufsbezogene Ausbildung dar. Die Vermittlung von theoretischen Grundlagen an einer staatlichen oder privaten Hochschule bildet den Kern des Studiums. Um eine enge Bindung an die Praxis zu ermöglichen, ist das gelehrte Wissen anwendungsorientiert. Während des vierjährigen Studiums sind zwei Praxissemster zu absolvieren.
Ein gut strukturierter Studienablauf und die überschaubare Anzahl von Studenten im Studiengang ermöglichen eine intensive Betreuung während der Lehre sowie ein angenehmes Studieren.
Das Studium wird mit einem Diplom, Bachelor oder Master mit dem Zusatz „(FH)“ abgeschlossen und ermöglicht den Einsatz in praktischen Bereichen der Wirtschaft.

Uni (Universität), TH (Technische Hochschule), TU (Technische Universität):

Das Studium an einer Universität stellt in erster Linie eine rein wissenschaftliche Ausbildung dar. Im Vordergrund steht die Vermittlung von tiefgreifendem, theoretischem Wissen, welches Voraussetzung für die Forschung ist.
Das Universitätsstudium ist das anspruchvollste Studium dieser drei verschieden Arten und führt nach Abschluss auch zur höchsten Qualifikation.
Die Universitäten bieten in der Gestaltung des eigenen Studiums viele Freiheiten fordern aber gleichzeitig ein hohes Engagement von den Studenten bei der Planung des eigenen Lehrweges. Aufgrund der hohen Zahl an Mitstudenten ist das Studium an der Universität eher anonym und setzt einen hohen Selbstständigkeitsgrad der Studenten voraus.
Das Studium wird in der Regel nach fünf Jahren mit dem Diplom abgeschlossen, zukünftig wird es untergliedert in das Bachelor- und das anschließende Master-Studium als Abschlussgrade.
Das spätere Beruffeld erstreckt sich von der Forschung bis zum Einsatz in der Wirtschaft oder Gesellschaft. Ein Universitätsstudium ist Voraussetzung für eine anschließende Promotion (Erwerb des Doktortitels), unter besonderen Umständen ist diese auch mit dem FH-Abschluß möglich.

Wissenerwerb an Uni, FH und BA

Im Allgemeinen wird die Ausbildung von der Uni zur BA immer praktischer - so auch das spätere Berufsfeld. Wenn von der Universität als Elfenbeinturm gesprochen wird, in dem abstrakt geforscht wird, trifft dies nur zum Teil zu – schließlich bestimmt jeder selbst, wie groß sein Praxisanteil ist, indem er neben dem Studium anderweitig tätig wird, sei es in Praktika, im Studentenjob oder außeruniversitärem Engagement in Vereinen. Eine erfolgsversprechende Variante ist aber sicher die Mitgliedschaft in einer Studentenverbindung, um schon früh Verantwortung übernehmen zu können und seine Persönlichkeit zu bilden. Burschenschaften bilden unter den Studentenverbindungen eine besondere Form, die sich als politisch und kulturell interessierte Gemeinschaft versteht.